Hygrothermische FEM-Simulation für Bauteile

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Führen Sie eine hygrothermische FEM-Simulation Ihres Bauteilquerschnitts durch. Berechnung des Temperatur- und Feuchtefeldes nach DIN 4108-3 und DIN EN 15026. Vergleich mit dem vereinfachten Glaser-Verfahren. Besonders wichtig bei Innendämmung, kapillaraktiven Dämmstoffen und Denkmalsanierung. Monatlich variierende Klimadaten und Feuchtespeicherung.
Hygrothermische FEM DIN EN 15026 v7.33.1
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Hygrothermische FEM-Simulation

Hygrothermische FEM-Simulation

nach EN 15026 · Künzel-Modell · WTA-Kriterien

ℹ️ FEM mit Kapillartransport — Glaser nur als Vergleich

🧱 Schichtaufbau (außen → innen)

44.5
Dicke [cm]
0.285
U-Wert [W/m²K]
4.21
sd-Wert [m]

🌡️ Randbedingungen

❄️ Außen

Taupunkt: -8.0°C

🔥 Innen

Taupunkt: 9.3°C

Wandquerschnitt

Glaser-Vorschau (stationär)

✓ Kein Tauwasser
⚠️ Glaser ist stationär ohne Kapillartransport. Für kapillaraktive Dämmung → FEM-Simulation!
Ingenieurbüro EBRK · Dipl. Ing. Rolf Krause · Ginsterweg 2a · 41379 Brüggen
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Häufige Fragen

Was ist eine hygrothermische FEM-Simulation?
Eine Finite-Elemente-Simulation berechnet gleichzeitig den Wärme- und Feuchtetransport in Bauteilquerschnitten. Im Gegensatz zum vereinfachten Glaser-Verfahren berücksichtigt sie kapillaren Feuchtetransport, Sorption, jahreszeitliche Klimaschwankungen und reale Materialeigenschaften.
Wann brauche ich eine FEM-Simulation statt Glaser?
Bei Innendämmung, Flachdächern in Holzbauweise, kapillaraktiven Dämmstoffen (Kalziumsilikat, Lehm), bei Denkmal-Sanierung, bei zweischaligem Mauerwerk mit Kerndämmung und bei allen Fällen, in denen das Glaser-Verfahren unzulässig konservative Ergebnisse liefert.
Was ist der Unterschied zu Glaser?
Das Glaser-Verfahren nach DIN 4108-3 ist ein stationäres, vereinfachtes Verfahren mit zwei Klimazuständen (Winter/Sommer). Die FEM-Simulation berechnet transient mit monatlich variierenden Klimadaten, berücksichtigt Feuchtespeicherung und kapillaren Transport.
Was bedeutet der Durchfeuchtungsgrad?
Der Durchfeuchtungsgrad gibt an, wie viel Prozent des Porenraums eines Materials mit Wasser gefüllt sind. Ab 80 % Durchfeuchtung steigt das Schimmelrisiko deutlich. Das FEM-Tool zeigt den Durchfeuchtungsgrad an jeder Stelle des Bauteilquerschnitts.
Kann ich Innendämmung mit dem Tool prüfen?
Ja, das ist einer der Hauptanwendungsfälle. Innendämmung verlagert den Taupunkt in die bestehende Wand — das FEM-Tool zeigt, ob und wo kritische Feuchtekonzentrationen entstehen und ob kapillaraktive Dämmstoffe die Feuchtigkeit sicher abtransportieren.
Welche Materialien hat das Tool hinterlegt?
Das Tool enthält eine umfangreiche Materialdatenbank mit λ-Wert, μ-Wert, Dichte und Sorptionseigenschaften für gängige Baustoffe: Mauerwerk, Beton, Putze, Dämmstoffe (mineralisch, organisch, synthetisch), Folien und Plattenwerkstoffe.
Was sagt der DIN 4108-3 Status?
Das Tool bewertet die Ergebnisse nach DIN 4108-3: ‚bestanden' (Tauwasser ≤ Grenzwert und Verdunstung ≥ Tauwasser), ‚kritisch' (Grenzwerte knapp überschritten) oder ‚nicht bestanden'. Bei der FEM-Simulation gilt zusätzlich das Kriterium, dass kein dauerhafter Feuchteanstieg stattfindet.
Wie lese ich das Temperatur-/Feuchteprofil?
Das Profil zeigt den Verlauf von Temperatur und relativer Feuchte über den Bauteilquerschnitt. Wo die relative Feuchte 100 % erreicht, fällt Tauwasser aus. Wo sie dauerhaft über 80 % liegt, besteht Schimmelrisiko. Die Temperaturlinie sollte stetig fallen (kein Plateau = keine Wärmebrücke).
Kann ich die Klimadaten anpassen?
Ja, Sie können Innen- und Außentemperatur sowie relative Feuchte für jeden Monat anpassen. Standardwerte: innen 20 °C / 50 % rF, außen nach TRY-Daten des Standorts. Für Sonderanwendungen (z. B. Schwimmbad 30 °C / 70 %) können die Werte entsprechend geändert werden.
Ist Glaser oder FEM genauer?
FEM ist physikalisch genauer, weil es transiente Effekte, Kapillartransport und Sorption berücksichtigt. Glaser überschätzt oft die Tauwassermenge, weil es Feuchtetransport in der Flüssigphase ignoriert. Für Standardkonstruktionen (Außendämmung, WDVS) reicht Glaser; für Innendämmung und Sonderfälle ist FEM nötig.
Dipl.-Ing. Rolf Krause

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