Brauchwasser-Auslegung nach DIN 4708

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Dimensionieren Sie Ihre Trinkwarmwasser-Anlage nach DIN 4708 und DIN 1988-300. Berechnung von Speichergröße, Wärmeverlusten, Rohrdämmung und Zirkulationsleitung. Berücksichtigung von Zapfprofilen, Gleichzeitigkeit und Legionellenschutz (≥ 60 °C). Auslegung für Wärmepumpe und konventionelle Heizungen.
Brauchwasser-Auslegung DIN 4708 v7.33.1
⚙️ Nutzer & Zapfprofil
Personen50 P
Zapfstellen (DIN 4708)
🚿 Duschen12
🪥 Waschtische20
🍳 Küchenspülen2
🔧 Speicher & Heizung
Manuell überschreiben (0=Auto)0 L
Zieltemperatur60°C
Kaltwasser12°C
Heizstab/Speicher12 kW
Speicher-Isolierung
Dämmmaterial
Dämmstärke100 mm
λ-Wert (Wärmeleitfähigkeit)0.025 W/mK
Umgebungstemperatur20 °C
🔄 Zirkulation
Betriebsart
Periode 1 (morgens)5:00 – 9:00
Periode 2 (abends)16:00 – 22:00
Rohrdämmung Zirkulationsleitung
Rohr-Außendurchmesser28 mm
Dämmstärke30 mm
λ Dämmung0.035 W/mK
Umgebung Leitungen20 °C
☀️ Erzeugung
PV-Leistung80 kWp
WP COP3.0
WP el. Leistung10 kW
Strompreise
Netzbezug0.30 €/kWh
PV-Gestehungskosten0.06 €/kWh
Einspeisevergütung0.082 €/kWh
🔍 Kostenoptimierung

WP = Primärheizung · Heizstab 12 kW/1000L + Batterie = Notfallreserve bei WP-Ausfall.

🔥 Tagesbilanz – Jun · Köln
1500
Liter Speicher
⚡ Heizleistung
🌡️ Temperaturen
🔧 Hydraulik
Energieflüsse – Jun (24h)
PV-Stromverteilung (kW)
Speichertemperatur – Jun (24h)
Zapfprofil
📅 Jahresbilanz – PV-Verteilung
Monatswerte
💰 Kosten
📐 Speicherdimensionierung
Speicherkonfiguration
Verbrauch & Verluste
Jahresbilanz (PV)
📖 Berechnungsmethodik
Durchflussberechnung
🔧 Leitungsdimensionierung nach DIN 1988-300

Berechnung der Rohrdurchmesser, Fließgeschwindigkeiten und Druckverluste für die Warmwasserversorgung. Zapfstellen und Gleichzeitigkeit werden aus der Simulation übernommen.

🏢 Gebäude
Gebäudetyp
Geschosse (mit Zapfstellen)4
Geschosshöhe3.0 m
Steigestränge2
🔧 Hydraulik
Versorgungsdruck4.0 bar
Rohrmaterial
Kellerverteilung Länge15 m
Stockwerksleitung Länge8 m
Anbindeleitung Länge3 m
🌡️ Zirkulation
Max. Temperaturverlust5 K
Dämmung Zirk.-Leitung
→ Werte aus Sidebar (Rohrdämmung): ⌀28mm + 30mm, λ=0.035
📖 Zapfstellen (aus Simulation)
bauphysik-fachberatung.de · energieberatung rolf krause
DIN 4708 · DVGW W553 Gleichzeitigkeit · PVGIS-kalibriert Köln 51°N · Heizpriorität: PV→WP→HS (100% PV-Nutzung, therm. Überladung +8K) · Batterie=Nacht · Netz=Notfall

Häufige Fragen

Was berechnet der Brauchwasser-Rechner?
Der Rechner dimensioniert Trinkwarmwasser-Anlagen nach DIN 4708: Speichergröße, Aufheizleistung, Wärmeverluste des Speichers, Rohrleitungsdimensionierung und Zirkulationsauslegung. Er berücksichtigt das Zapfprofil und die Gleichzeitigkeit.
Wie groß muss mein Warmwasserspeicher sein?
Richtwerte: 30–50 l pro Person bei Gasheizung (schnelle Nachheizung), 50–80 l bei Wärmepumpe (langsamere Nachheizung). Ein 4-Personen-Haushalt braucht typisch 150–300 l. Die genaue Größe hängt von Zapfprofil und Aufheizleistung ab.
Wie werden die Speicherwärmeverluste berechnet?
U_Tank = 1 / (1/α_i + d_Stahl/λ_Stahl + d_Iso/λ_Iso + 1/α_a). Typische Werte: α_i = 500 (Wasser), α_a = 8 (Luft), λ_Stahl = 50, λ_Iso = 0,025–0,040. Ein gut gedämmter 300-l-Speicher verliert ca. 1,5–2,5 kWh/Tag.
Was ist die Legionellentemperatur?
Legionellen vermehren sich optimal bei 25–45 °C. Deshalb muss das Trinkwarmwasser mindestens 60 °C am Speicherausgang und 55 °C an der Entnahmestelle erreichen. Bei Wärmepumpen wird dies oft über eine Zusatzheizung (Heizstab) gewährleistet.
Wann brauche ich eine Zirkulation?
Ab 3 l Wasserinhalt in der längsten Stichleitung ist eine Zirkulationsleitung Pflicht (DVGW W 551). Ohne Zirkulation steht kaltes Wasser in der Leitung und muss bei jeder Entnahme erst abgelaufen werden — das kostet Wasser und Energie.
Wie werden die Rohrverluste berechnet?
Rohrverluste pro Meter: R = 1/(2π·r·α_i) + ln(r_a/r)/(2π·λ_Iso) + 1/(2π·r_a·α_a). Ungedämmte Kupferleitung DN 15: ca. 20 W/m. Gedämmt (30 mm, λ = 0,035): ca. 7 W/m. Die Rohrdämmung ist nach GEG §71 Pflicht.
Was bedeutet DIN 1988-300?
DIN 1988-300 regelt die Berechnung der Rohrdurchmesser für Trinkwasserinstallationen. Sie berücksichtigt die Gleichzeitigkeit der Zapfstellen und berechnet den Spitzenvolumenstrom, der die Mindest-Rohrdimension bestimmt.
Kann ich eine Wärmepumpe für Warmwasser nutzen?
Ja, entweder über die Heizungs-Wärmepumpe (Umschaltventil) oder eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe (Luft/Wasser, ca. 1,5–2,5 kW). Vorteil: COP 2,5–4,0, also 60–75 % weniger Strom als ein Heizstab. Nachteil: langsame Aufheizung.
Was ist der Bereitschafts-Energieverlust?
Der Bereitschafts-Energieverlust (Standby-Verlust) gibt an, wie viel Energie der Speicher pro Tag durch Wärmeabgabe an die Umgebung verliert, ohne dass Warmwasser entnommen wird. Er wird durch die Speicherdämmung bestimmt und sollte < 2 kWh/Tag betragen.
Wie kann ich den Warmwasserverbrauch senken?
Sparbrausen (6 statt 12 l/min), Thermostatmischer (vermeidet zu heißes Wasser), kurze Leitungswege, Zeitschaltung der Zirkulation (nur 6–22 Uhr), Warmwasserspeicher gut dämmen. Typisches Einsparpotenzial: 20–40 % der Warmwasserenergie.
Dipl.-Ing. Rolf Krause

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